Motoröl wechseln
Einen Ölwechsel kann man mit ein klein bißchen schrauberischem Talent problemlos selber machen.
Dabei spart man sich nicht nur den Arbeitslohn, den die Werkstatt verrechnet, sondern auch die
extrem hohen, teils schon unverschämten Preise, die die Vertragswerkstätten für das Motoröl
verlangen.
Zuerst muß man in der Bedienungsanleitung nachgucken, welches Motoröl man für das Fahrzeug
benötigt. Hier sind auch die Qualitätsanforderungen angegeben, die das Öl erfüllen muss. Diese
sollte man sich am besten aufschreiben. Beim Einkauf, z.B. im Baumarkt, oder beim Autoteilehändler
muß man dann vergleichen. Auf den Ölkanistern steht die Angabe: “Enspricht Anforderungen von
XXXXXX”. Werden die geforderten Angaben erfüllt, kann das Öl verwendet werden. Ebenfalls in der
Bedienungsanleitung steht die benötigte Ölmenge. Meist wird man mit einem 5-Liter Kanister
hinkommen. Diese gibt es oft schon ab ca. 12 Euro aufwärts. Beim Autoteilehändler kann man dann
auch gleich einen Ölfilter und einen Dichtring für die Ablaßschraube kaufen. Das Vorhandensein
eines Schlüssels oder eines Bandes für den Ölfilter setze ich mal voraus, wenn das nicht vorhanden
ist, kann es gleich mit besorgt werden.
Zum Wechsel sollte das Öl Betriebstemperatur haben. Dann das Auto möglichst eben stellen und
eine Wanne unter die Ölschraube stellen die groß genug ist um das Altöl aufzufangen. Nun kann die
Schraube herausgedreht werden. Dabei aufpassen dass man sich am heißen Öl nicht die Finger
verbrennt. Das alte Öl möglichst vollständig herauslaufen lassen und dann die Schraube zusammen
mit dem neuen Dichtring wieder einschrauben. Die Schraube festziehen, aber nicht zu stark. Im
Anschluß kann der Ölfilter ausgebaut werden. Dazu das Band oder den Schlüssel um den Filter
legen und nach links drehen. Vorsicht, denn beim abschrauben des Filters kann aus diesem noch
Altöl herauslaufen. Dann die Gummidichtung am neuen Filter dünn mit Öl bestreichen und diesen
eindrehen. Den neuen Filter auf keinem Fall mit dem Schlüssel festziehen sondern nur mit der Hand.
Ansonsten bekommt man ihn beim nächsten Wechsel nicht mehr auf.
Wen nun auch der neue Filter eingeschraubt ist kann man daran gehen das Öl einzufüllen. Die
meisten Motoren haben dazu einen Deckel den man aufschraubt und da die vorgegebene Menge
einfüllt. Ist dies geschehen, läßt man den Motor an und achtet auf die Kontrolleuchte für den Öldruck.
Nicht erschrecken, diese leuchtet etwas länger als sonst. Dann den Motor wieder ausmachen, ein
paar Minuten abwarten und dann am Ölmeßstab das Motoröl kontrollieren.
Beim Ölfilter ist zu beachten, dass es manche Fahrzeuge gibt, die keine Schraubfilter haben,
sondern ein Filtergehäuse dessen Deckel heruntergeschraubt wird und anschließend ein
Filtereinsatz getauscht wird. Mir sind dabei Fahrzeuge von Mercedes und BMW bekannt.
Diese erkennt man aber bereits beim Neukauf, da die Filtereinsätze ganz anders aussehen als die
Schraubpatronen.